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... Nachrichten 2002 - 2003 des ATSV Gebirge/Gelobtland e.V.
"Das war super organisiert" Landrat Albrecht Kohlsdorf wohnte als Schirmherr ebenso der Siegerehrung bei wie für die Stadt Marienberg Kämmerer Andreas Haustein -Bürgermeister Thomas Wittig war dienstlich verhindert - und der Pobershauer Bürgermeister Christoph Kraus. Durch Bauarbeiten an der Straße zu Rätzen's-Brettmühle musste der Kurs kurzfristig über den Böttcherberg am Pobershauer Ortsausgang in Richtung Marienberg-Gebirge gelegt werden. Und die "Notlösung" kam bei den Sportlern als echtes Kriterium an. Zu den Zuschauern, die oben am Berg auf die Athleten warteten, gehörte ebenfalls der Landrat, dem der Abstecher weg von der Politik und hinein ins Sportlerleben offensichtlich gut tat. Mit deutlichem Vorsprung als Ersten konnten die Zuschauer Manfred Paul (Inliner- mit Stöcken) oben auf dem Berg begrüßen. Der Leistungssportler vom WSC Oberwiesenthal und Freund der vom Trainingszentrum zurück gekehrten Ines Köhler vom ATSV Gebirge-Gelobtland ist zum ATSV gewechselt. Ines Köhler selbst konnte als eine der heißesten Favoritinnen auf die schnellste Laufzeit wegen einer Verletzung nicht am Wettkampf teilnehmen. Kadersportlerin Jennifer Hengst (Inliner mit Stöcken) vom SSV Neuhausen wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie gewann mit der schnellsten Zeit der Frauen die Distanz über acht Kilometer. Im Kreuzungsbereich von Haupt- und Carlstraße in Gebirge war Start für die Strecken über 4,5 Kilometer. Und auch hier konnten viele Zuschauer begrüßt werden, Leben war in den sonst oft beschaulich liegenden Ortsteil eingekehrt. Dort war Start in den Disziplinen Inliner/Skiroller mit Stöcken und Inliner ohne Stöcke. Die Kleinsten bis zur AK 10 starteten schließlich als letzte im Kreuzungsbereich Haupt- und Obere Gebirgsstraße. Baustellen und dadurch möglicherweise verschmutzte Fahrbahnen, Straßensperrungen aber dennoch die Absicherung eines Fußballspiels beim ATSV, der Transport der Wettkämpfer zu den einzelnen Startpunkten - hunderte Dinge waren von den rund 80 Helfern von TSV 1872 Pobershau und ATSV und von den Mitgliedern der Wehren aus Pobershau und Marienberg-Gebirge zu klären, um den Wettkampf möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen. Am Sonnabend hätte man den Stein hören können, der den beiden Powerfrauen an der Spitze des Org.-Teams, Heike Dachselt und Gudrun Glöß, angesichts der trockenen Witterung vom Herzen fiel. Selbst Skilanglauf Landestrainer Rainer Ziron gab sich angesichts der Organisation vom Wettkampf angetan und regte eine Wiederholung an. Die soll es geben, waren sich die beiden Frauen einig. Die gute Teamarbeit zwischen beiden Vereine soll als Zugpferd für die Region mit dem Brettmühlenlauf im kommenden Jahr fortgesetzt werden, auch, so die beiden Frauen, weil kurzzeitige Verkehrseinschränkungen bei der Einwohnerschaft eine breites Verständnis gefunden hätten.
Marienberg, 16.06.2003. Unter Erwartungen besetzt blieb der Skirollerwettkampf des ATSV Gebirge-Gelobtland vom Freitagabend, der zugleich als Kreis-, Kinder- und Jugendspiele ausgeschrieben war. Nur 22 Aktive hatten sich im Wettkampfgebiet an den Rätzteichen im Marienberger Ortsteil Gelobtland eingefunden, darunter zwei Sportler der Seiffener Eintracht, einer vom WSC Oberwiesenthal und mit Fred Kirschen (Herren 36) und Gunter Schmieder (Herren 46) zwei „Oldies“ des Gastgebers.
Geehrt wurden für die Leistungen zur Sachsenmeisterschaft im Einzel in Klingenthal neben anderen die Goldläufer Sharon Gärtner (AK 11), Markus Knoll (AK 15) und Sportstudentin Sindy Beyer (Damen 21). Sharon führt die Rangliste des Landesskiverbandes an und hatte wie Markus einen, Sindy sogar zwei Titel geholt. Insgesamt hatten Sportler des Vereins neben diesen vier Gold- weitere vier Silber- und fünf Bronzemedaillen mit nach Hause gebracht. In ihrem Saisonrückblick zog Abteilungsleiterin Gudrun Glöß einen Kreis um die verschiedenen Wintersportveranstaltungen im In- und Ausland, das Landsportfest, Crossläufe, Radtouren, Skirollerwettkämpfe sowie Fuß- und Volleyballturniere. Leider komme das gemütliche Beisammensein nach solchen Veranstaltungen zu kurz weg. Sie hoffe auf eine bessere Resonanz. Insgesamt an 26 Wettkämpfen habe sich die 141 Mitglieder zählende Abteilung in der letzten Saison beteiligt, vier davon, so auch den Meilenberglauf, selbst ausgerichtet. 9425 Fahrkilometer wurden allein in der Winter-, weitere 1455 in der Sommersaison zurückgelegt. Ohne die Unterstützung aus der Stadtverwaltung sowie von verschiedenen Sponsoren, darunter Busunternehmer Peter Meyer aus Pobershau, seien viele der Veranstaltungen nur schwer oder gar nicht realisierbar, dankte Glöß. Leider seien auch in dieser Saison wieder einige Wettkämpfe dem Schneemangel zum Opfer gefallen. Einen beeindruckenden Farbtupfer im bunten Programm des Abends setzten die Kinder der Trainingsgruppe von Sabine Nitsche. Sie demonstrierten, unterbrochen vom Applaus nach den einzelnen Darbietungen, was mit einem Sprungseil alles gemacht werden kann.
Dabei sticht die Leistung des Satzungers heraus, weil der noch am Tag zuvor bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Österreich über 45 Kilometer eine Bronzemedaille geholt hatte. Insgesamt konnten die Frauen um Helga Helmert im Rechenbüro 191 Zielläufer registrieren, die in die Distanzen über 8, 12 und 25 Kilometer gegangen waren. Die erstmals angebotene Volksloipe über ebenfalls 8 km ohne Wertung wurde nicht angenommen, jeder wollte in die Wertung gehen. Am schnellsten aus dem Kreis war die 25 Kilometer Susan Nitsche (SV Großwaltersdorf) aus Marienberg Gebirge gelaufen. Ihr fehlten im Ziel wenig mehr als fünf Minuten zur Siegerin. Um zehn Uhr im Massenstart in die Loipe gegangen, tauchten die ersten 25er rund 25 Minuten später am Verpflegungspunkt beim Sportplatz in Kühnhaide auf. Da belegte Bergelt nach 12 Kilometern Steigung noch den letzten Platz einer Dreiergruppe - ließ sich der alte Fuchs ziehen? Er hat nicht angegriffen und so Kräfte gespart, die ihm auf dem Rückweg nach vorn bringen sollte. Auf der Start- und Zielweise beim Tourismuszentrum im Ortsteil Gelobtland ging es dennoch haarig zu. Bergelt, Jahrgang 1956, lief sieben Sekunden vor dem mehr als zehn Jahre jüngeren Erik Seifert von der SG Adelsberg über die Ziellinie. Eigentlich "nur" für 12 Kilometer gemeldet, hatte Rainer Schiller aus Lauterbach irgendwo die Abfahrt verpasst und tauchte ebenfalls beim Verpflegungspunkt auf - und da war es eh zu spät. Er lief weiter und am Ende fast zehn Minuten vor dem letzten der 80 Läufer über 25 Kilometer ins Ziel. 43 Männer und 17 Frauen hatten die 12 Kilometer in Angriff genommen. Und ein starker Lutz Preußer vom WSV Seiffen (Jg. 1985) ließ bei den Männern nichts anbrennen. Bei den Frauen war dies die gleichaltrige Ines Köhler vom ATSV Gebirge-Gelobtland. Und auch bei den "Achtern" blieben die Titel fast im Kreis. Denn bei den Männern gewann Rico Glöckner vom WSV Seiffen (Jg. 88) und bei den Frauen Sarah Lehmann vom SSV Neuhausen (Jg. 89). Bei minus acht Grad Luft- und minus sechs Grad Schneetemperatur hatten die Sportler in diesem klassischen Wettkampf beste Bedingungen erwartet. Wettkampfchef Karl Krauß vom ATSV Gebirge-Gelobtland sah das Gelingen auch in der Arbeit von rund 45 Helfern im Rechenbüro und an der Strecke begründet, von denen viele seit Freitag im Einsatz gewesen wären.
Dass dieser Sport nicht nur etwas für "reine" Langläufer ist, bewies Thomas Schröder vom Motorsportclub Schwartenberg, der sich bei den Herren der AK 36 immerhin als Vorletzter einbringen konnte. Aufgrund der Schneebedingungen und dem hohen Engagement des zahlreichen Helfer aus vielen Bereichen des ATSV Gebirge-Gelobtland haben wir einen einwandfreien Wettkampf gesehen, bilanzierte Gesamtleiter Karl Krauß am Nachmittag nach dem Ende der Staffelwettkämpfe. Er habe sich vor allem über die große Resonanz der Sportler vom WSV Seiffen, aus Olbernhau und Kühnhaide gefreut. Auch dass der SG 47 Wolkenstein wieder mit dabei sei, stimme optimistisch. Die zahlreichen Zuschauer am Streckenrand hatten fast sieben Stunden Skilanglauf vom Feinsten zu sehen bekommen. Der Siegerehrung der Staffeln wohnte der Präsident des Kreissportbundes, Klaus Baumann, bei. Er selbst habe aber nach eine Knieverletzung im Alpin-Bereich mit Langlauf nichts am Hut, verriet er. Die Staffelwettkämpfe bildeten einmal mehr den Höhepunkt des Tages. Mit Spannung war der Massenstart der elf Männerstaffeln über dreimal fünf Kilometer erwartet worden. ATSV I und II galten als die Favoriten und sie sollten die Plätze eins und zwei auch unter sich ausmachen. Beim ersten Wechsel lagen beide noch gleichauf. Fred Kirschen (ATSV I) und Andre Helmert (ATSV II) gingen in die Loipe und Helmert sollte nach fünf Kilometern mit der gesamtbesten Laufzeit als erste auf Schlussläufer Steffen Roth übergeben. Sieben Sekunden nach ihm übergab Kirschen an Gunter Schmieder. Und Schmieder bewies Steherqualitäten. Er lief an Roth vorbei und holte mit im Ziel sogar fast anderthalb Minuten Vorsprung den Titel für seine Staffel. Die dritte Staffel stellte mit Bernd, Gunter und Hannes Reichel ein Brüdertrio vom Verein Pulsschlag Olbernhau. Ihr fehlten nur wenig mehr als drei Minuten zur Siegerstaffel. ATSV-Nachwuchstrainer Günter Fritzsch war in der Staffel ATSV 4 am Start - er hatte nach der Nachtschicht gerade mal eine Mütze voll Schlaf genommen, um sich dann auf die Bretter zu stellen. Seine Staffel erreichte Platz sechs. Aber schon die Kleinsten (Schüler bis 7 Jahre) hatten für Anfeuerungsrufe vom Streckenrand gesorgt. Und zu denen, die da ihre Erfahrungen an die Kleinen weitergaben, gehörte mit Christa Moser vom WSV Seiffen auch die große alte Damen des Skisports im Kreis. Viele Sportler haderten mit dem Wetter. Die Mittagszeit hatte den Schnee im Freien weich werden lassen, währen der Frost in den Waldlagen stehen blieb. Was soll man da wachsen, fragten sich viele. Mit dem Wachs gab es am Vormittag bei den Einzelwettkämpfen noch keine Probleme. Bei den Frauen über fünf Kilometer war die sehr starke Rebekka Löschner vom ATSV (AK 15) und bei den Männern über 15 Kilometer Steffen Helbig vom Verein Pulsschlag Olbernhau (AK 36) als schnellste unterwegs. Frank Schröter vom ATSV machte sich an seinem 43. Geburtstag selbst das schönste Geschenk und holte sich bei den Herren der AK 41 über zehn Kilometer den Titel. In der AK 11 hatte sich Madlen Teucher nur ihrer Mannschaftskollegin Sharon Gärtner geschlagen geben müssen. Madlen war noch wenige Tage zuvor beim Mini-Kini-Lauf im Rahmen des König-Ludwig-Laufs in Bayern über fünf Kilometer auf den zweiten Platz gelaufen. Mit Anne Schmieder holte sich eine weitere Teilnehmerin am König-Ludwig-Lauf (dritter Platz der AK 14) in ihrem "Heimatrevier" den Titel.
Max Fritzsch und Karl Krauß wurden zu Ehrenmitglieder des Vereins gewählt. In Bericht des Vorstandes bilanzierte Fritzsch für die insgesamt sechs Abteilungen des Vereins ein breites und gutes Spektrum an materiellen Voraussetzungen. Die Ausbildung der Übungsleiter müsse auch weiterhin höchste Priorität haben seit 1993 ist der Verein Talentestützpunkt des Landesskiverbanes. Der passionierte Jäger und Vater von drei erwachsenen Kindern hat bereits mit neun Jahren zum Sport in Marienberg-Gebirge gefunden. Als nach dem 2. Weltkrieg die Sportstätten zerstört waren, schloss man sich den Pobershauer Sportlern an, bis 1963 wieder eigene Anlagen nutzbar waren. 1964 wurde Max Fritzsch Vorstandsmitglied und 1969 Vereinsvorsitzender. Das schönste Erlebnis? Von Kind an im Sport tätig zu sein. Einstimmig entlasteten die Anwesenden den Vorstand und die Revisionskommission für den Berichtszeitraum. Und ebenfalls einstimmig wurde Andrea Tippmann als Stellvertreterin gewählt und Helga Helmert als Finanzchefin im Amt bestätigt. In ihrem Schlusswort sagte die neue Vorsitzende, dass auch in der Zukunft der Sport für die Jugend attraktiv sein müsse. Dafür bedürfe es noch mehr der übergreifenden Zusammenarbeit aller Abteilungen. Corina Oestreich ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Beruflich ist sie beim ATSV tätig.
Der Sieg von Bergelt fiel diesmal denkbar knapp aus, den mit 36:41 Minuten nur einer Sekunde hinter ihm lief Ronny Fritzsch vom ATSV (Herren 21) über die Ziellinie. Nach einmal fünf Sekunden später traf der Wahl-Marienberger und Indien-Biker Olaf Schau (SG Holzhau, Herren 31) ein. Bei den Damen ging es ähnlich knapp zu. Hatte Sabine Köhler 22:39 Minuten vorgegeben, so war Claudia Weigel (AK 15) vom TSV Olbernhau nur zwei Sekunden >langsamer<. Die drittschnellste Gesamtzeit sicherte sich die starke Birgit Förster (Damen 41) vom VSV Heidersdorf in 22:44 Minuten. War der Wettkampf die eine Seite der Veranstaltung, so das Gespräch mit dem Funktionär vom anderen Verein die andere. So nutzten auch am Sonntag die Offiziellen die Gelegenheit, um im persönlichen Gespräch einiges anzubahnen, was vielleicht einmal als ein weiterer Wettkampf endet.
Einmal mehr setzte der 46-jährige Matthias Bergelt von der ISG Satzung mit der gesamtschnellsten Zeit über zehn Kilometer (20:09 Minuten) ein Achtungszeichen. Auch in der neuen Wintersaison wird der "Oldie" in die Phalanx der Jüngeren einbrechen und ihnen Respekt lehren. Bergelt hätte aufgrund seines Geburtstjahrgangs eigentlich "nur" sechs Kilometer laufen müssen. Doch die waren ihm offensichtlich zu wenig, so meldete er sich bei den Herren der Altersklasse bis 36 Jahre. Bei den Frauen konnte den Pokal als Zeitschnellste die in Oberwiesenthal trainierenden Ines Köhler (ATSV) mit 13:59 Minuten in Empfang nehmen. Die 17-jährige fuhr 20 Sekunden vor Sportstundentin Sindy Beyer (Damen 21) vom gleichen Verein über die Ziellinie. Doch auch die Studentin gab sich als Zweitschnellste mit ihrer Zeit zufrieden, zumal sie mit einer leichten Erkältung und im Prüfungsstress an den Start gegangen war. Titel gingen unter anderem an den SSV Neuhausen (Sarah Lehmann, Schüler 14), Martin Weisbrich (ATSV, Jugend 16), Erik Schmieder (ATSV, Jugend 17), Markus Schreiter (ATSV, Junioren), Lars Müller (TSV Pobershau, Herren 21), Michael Walther (TSV Pobershau, Herren 41), Gunter Schmieder (ATSV, Herren 46) und Hannes Reichel (Pulsschlag Erzgebirge Olbernhau, Herren 51). Einmal mehr erwies sich die Strecke als kompliziert. So blieb auch Bergelt von einem Sturz nicht verschont. Auf den im Wald liegenden schattigen Streckeabschnitten bildet sich schnell Moos, das mit Blick auf die nahen Bäume und Aststümpfe einen gefährlichen Schmierfilm bildet. Der bei Grillatmosphäre ausklingende Wettkampf blieb aber von größeren Verletzungen verschont. |
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